Juni 16, 2024

Variante über Lourdes

Wälder, Weiden und Klöster

 

Ob man an die heilende Kraft des ‚heiligen’ Wassers von Lourdes glaubt oder nicht, sehenswert ist der weltberühmte Wallfahrtsort in jedem Fall. Allein die Lage des Ortes am Gave de Pau mit dem auf der Felsspitze thronenden mittelalterlichen Fort in herrlicher Lage vor dem Pyrenäenmassiv ist schon ein Grund für einen Besuch. Aber nicht nur Lourdes allein würde für diese Variante sprechen, die immerhin zwei Tage mehr beansprucht und auf dem Wegenetz des GR101 verläuft. Die ruhigen beiden Waldetappen zuvor zwischen Maubourguet und Lourdes in der ehemaligen Grafschaft Bigorre sind landschaftlich nicht spektakulär, bieten aber schattige und einsame Wege ohne viel Asphalt und Autoverkehr. Und auch das einmalige Kloster von Tarasteix auf halbem Weg, mit herrlichem botanischem Garten ist eine wahre Insel der Ruhe und Abgeschiedenheit, in der Pilger von ehrenamtlichen Helfern herzlich empfangen werden. Auf dem weiteren Weg, der hinter Lourdes idyllisch am Gave de Pau entlang verläuft, bewegt man sich auf dem Voie du Piémont wieder auf historischen Pilgerspuren. Bis Oloron-Ste-Marie verläuft der von Narbonne kommende südlichste Jakobsweg als GR78 durch die wunderbar grüne Landschaft des Pyrenäenvorlandes mit zauberhaften Dörfern dazwischen. Mit Bétharram liegt ein weiteres bekanntes Kloster am Weg, das sich rühmt, das schönste Barockkloster der Pyrenäen zu sein. Danach geht es durch Wälder und über saftige Weiden zum hübschen Städtchen Arudy, das am nördlichen Einstieg des Vallée d’Ossau liegt, einer beliebten Tourismusregion für Wanderer, Kanuten und andere Freizeitsportler. Die restliche Strecke bis Oloron-Sainte-Marie führt auf angenehmen Wanderwegen ohne markante Steigungen durch das breite Tal des Gave d’Ossau.

 

Abbaye de Tarasteix
Lourdes. Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis
Saint-Pé-de-Bigorre
Lestelle Bétharram, Alte Pilgerbrücke
Kreuzweg Lestelle-Bétharram
Pyrenäenvorland
Mittelalterliche Wehrkirche in Bruges